Am Freitagabend rettete eine vom Stadtrat von Cartagena koordinierte Aktion 24 Katzen, die in Transportboxen in einigen zerstörten Gebäuden im Viertel La Asomada zusammengepfercht gefunden worden waren. Mehrere Anwohner alarmierten Tierschutzorganisationen, die wiederum den Stadtrat verständigten. Mitarbeiter des Gesundheitswesens, der örtlichen Polizei, des Katastrophenschutzes, des Tierschutzverbandes Animur und zahlreiche Freiwillige eilten zum Einsatzort, befreiten die Katzen und brachten sie in einen dafür vorgesehenen Bereich im Sicherheitspark.
Laut städtischen Quellen befanden sich in einigen Transportern bis zu sechs Tiere , was auf extreme Überbelegung hindeutet. Die Katzen wurden am Wochenende einer Erstuntersuchung und tierärztlichen Beurteilung unterzogen, wobei Anzeichen von Unterernährung und Bewegungseinschränkungen festgestellt wurden, die wahrscheinlich durch die lange Immobilisierung verursacht wurden. Die Stadträtin für Gesundheit und Tierschutz, Belén Romero, dankte allen Beteiligten für ihre Kooperation und betonte, dass „die Versorgung der Tiere von Anfang an oberste Priorität hatte“.
Zustand der Tiere und des Tierheims
Nach ersten Untersuchungen wurden 20 der Katzen in von Tierheimen betreuten Haushalten untergebracht , während die übrigen vier, die sich eine Transportbox teilten, im städtischen Tierheim und Behandlungszentrum (CATAD) aufgenommen wurden. Tierärzte stellten bei einigen Katzen Muskelprobleme in den Hinterbeinen fest, was mit der langen Zeit in der Box übereinstimmte. Trotzdem zeigten die Tiere ein sanftes Wesen, sodass die Tierheime vermuteten, dass sie zuvor bei Menschen gelebt hatten und nicht aus Katzenkolonien stammten.

Ermittlungen und Anzeige bei der Staatsanwaltschaft
Die Umstände, die dazu führten, dass die Tiere in diesem Zustand zurückgelassen wurden, sind derzeit unbekannt. Die örtliche Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um die für das Aussetzen der Hunde und Katzen verantwortliche Person zu ermitteln . Tierschutzorganisationen haben angekündigt, Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten, damit der Sachverhalt aufgeklärt und eine mögliche Haftung festgestellt werden kann. Stadträtin Belén Romero bekräftigte, dass der Stadtrat das städtische Tierschutznetzwerk weiter stärkt und die Einrichtungen zur Versorgung ausgesetzter oder gefährdeter Tiere verbessert.
Die Unterstützung von Privatpersonen und Partnerorganisationen war entscheidend dafür, dass für die meisten Katzen vorübergehend ein Zuhause gefunden werden konnte. Die gute Zusammenarbeit zwischen den städtischen Diensten und Tierheimen ermöglichte die Rettung der 24 Katzen und ihren Beginn der Genesung, wie die Stadträtin betonte. Sie leitete die Rettungsaktion das ganze Wochenende über und nahm am Sonntag persönlich an der tierärztlichen Untersuchung teil. Die Tiere bleiben nun unter tierärztlicher Aufsicht, und sobald sie sich erholt haben, werden sie in ein dauerhaftes Zuhause vermittelt.